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Selbständige Lebensführung & Inklusion

 

KONTEXT

 

Die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) hat eine Änderung eingeleitet, wie Dienstleister im Behindertenbereich ihre Arbeit gestalten: weg vom paternalistischen Ansatz, hin zu einer auf Menschenrechte und Inklusion basierenden, selbstbestimmten Unterstützung zur vollen Teilhabe an der Gesellschaft.
 
Artikel 19 der UN-BRK schreibt das Recht aller Menschen mit Behinderungen fest, als vollwertiges Mitglied mit den gleichen Entscheidungsfreiheiten an der Gesellschaft teilzunehmen. Die Mitgliedstaaten verpflichten sich, sicherzustellen, dass:
 

  • Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit haben, eigens über ihre Wohnsituation zu bestimmen. Dies beinhaltet die Wahl, wo, mit wem und wie man leben möchte;
  • Menschen mit Behinderungen Zugriff auf eine Auswahl an Unterstützungsdiensten in ihrem eigenen zu Hause haben, wodurch das Leben und die Teilhabe i

     

    n der Gesellschaft ermöglicht und Isolation und Trennung vermieden wird;

  • Dienste und Einrichtungen der Gemeinschaft in gleichem Ausmaß für Menschen mit Behinderungen verfügbar sind.

 


INTERESSENGRUPPE ZU SELBSTÄNDIGER LEBENSFÜHRUNG & INKLUSION

Selbstständige Lebensführung ist nur möglich, wenn die notwendigen Hilfsdienste und Systeme zur Verfügung stehen und Mitarbeiter und Führungsebene über die richtige Einstellung verfügen. Vor diesem Hintergrund gründete die EASPD eine Interessengruppe (IG) zur Eigenständigen Lebensführung, welche Lösungsansätze für dieses Thema findet und vorstellt.
 
Die Hauptaufgaben der IG zu Selbstständiger Lebensführung sind:
 

  • Strategische und praktische Möglichkeiten zu besprechen, um den Artikel 19 der UN-BRK in den Mitgliedsorganisationen der EASPD umzusetzen;
  • Bewährte Verfahrensmodelle im Bereich der De-Institutionalisierung und des Unterstütztem Wohnen zu sammeln und auszutauschen;
  • Die Entwicklung von Instrumenten zur Erleichterung von Nutzerbeteiligung und selbstständiger Lebensführung zu unterstützen;
  • Methodenempfehlungen für Autoritäten aller Ebenen aufzusetzen;
  • Kommende Herausforderungen in Betreuung, Wohnen und Unterstützung zu überwachen;
  • Die Kooperation mit anderen europäischen Netzwerken zu Unterkünften für gefährdete Gruppen.

DEINSTITUTIONALISIERUNG & GEMEINSCHAFTSBASIERTES LEBEN

 

Die EASPD unterstützt den Prozess der Deinstitutionalisierung, welcher den Übergang von institutioneller Betreuung zu gemeindenaher Betreuung beschreibt und auf den Prinzipien der Menschenwürde, Menschenrechte und Gleichberechtigung beruht. Dieser Prozess beinhaltet den Zugang zu Angeboten der breiten Masse, wie Wohnen, Gesundheitswesen, Bildung, Beschäftigung, Kultur und Freizeit. Gleichzeitig sollen spezialisierte Dienste für individuelle Bedürfnisse verstärkt zur Verfügung gestellt werden.
 


UNSERE ARBEIT

  • EASPD ist Teil der Europäischen Expertengruppe (EEG) für den Übergang institutioneller Betreuung zu gemeindenaher Betreuung
  • Gemeinsame europäische Leitlininen
  • Toolkit zur Verwendung von EU-Fonds für den Übergang von institutioneller Betreuung zu Betreuung in der lokalen Gemeinschaft
  • EASPD ist Partner des Netzwerks PUSH Europe (Practice and Understanding in Supported Housing)
  • EASPD engagiert sich in der europäischen Arbeitsgruppe „Alliance against the cuts“

 


KONTACT

Sabrina Ferraina, Policy Manager

+32 2 282 46 15

sabrina.ferraina(at)easpd.eu